5 Gründe, warum Kinder Klangschalen lieben!

Gerade ist ihr Buch erschienen: Mit „Klangyoga für Kinder“ hat die Yogalehrerin Tina Buch ein eindrucksvolles Praxisbuch geschrieben. Und damit ihrer eigenen Liebe zur Arbeit mit Kindern und zur Verbindung über den Klang ein feines Denkmal gesetzt. Wir haben die Autorin einmal gefragt, warum Klangschalen für Kinder so magisch sind. Hier kommt ihr Gastbeitrag!

5 Gründe, warum Klangschalen im Kinderyogaunterricht eine große Bereicherung sind !

von Tina Buch

  1. Klangschalen machen Spaß !

Klangschalen haben eine faszinierende und magische Wirkung auf Kinder. Sie lieben es, die Schalen mit allen Sinnen zu entdecken ! Klangschalen werden aus einer Bronzelegierung gefertigt. Die meisten Klangschalen werden in Handarbeit in kleinen Familienunternehmen in Nepal hergestellt.  Das goldschimmernde Material sieht edel und wertvoll aus, die Kinder behandeln die Schalen dadurch achtsam und behutsam.
Spannend ist auch der Geruch der Klangschalen, der von den Kindern besonders wahrgenommen wird, wenn die Schale eine Weile auf der Hand gestanden hat.
Klangschwingungen können sichtbar gemacht werden, zum Beispiel, wenn man Wasser in einer Schale durch sanftes anschlägeln zum Schwingen bringt. Hier entstehen kleine Wellen, die sich unterschiedlich formen und mandalaähnliche, gleichmäßige Muster entstehen lassen.  Schlägelt man die Schale fest an, wirbelt das Wasser unruhig auf, es entsteht ein Wasserspringbrunnen. Die Kinder lieben es, ihr Gesicht darüber zu halten! Diese Übung bietet den Kindern aber auch die Erfahrung, das Klangschalen, die auf dem Körper stehen, eher sanft angeschlägelt werden sollen, damit es nicht zur Unruhe kommt. Da der Körper aus über 70% aus Flüssigkeit besteht, werden die Schwingungen besonders gut übertragen. Wird das Wasser aus der Schale probiert, stellen die Kinder fest, das es seinen Geschmack verändert hat.

Am faszinierendsten ist der Klang der Schalen, unterschiedliche Schalen klingen auch unterschiedlich, und auch mit verschiedenen Schlägeln, kann man vielseitige Klänge erzeugen. Die Kinder lieben es zu experimentieren und zu lauschen, wenn die Finger an eine Schale trommeln oder klopfen.  Den schönsten Klang erzeugt man, wenn eine Schale auf einem guten Untergrund steht, z.B. auf dem Körper, und man sie sanft am oberen Rand anschlägelt.

Es ist für die Kinder eine besondere Erfahrun die lustig kribbelnden Klangschalen auf dem Körper zu spüren. Lina (10 Jahre) berichtet: „Die Klangschalen fühlen sich schön an, beruhigend und kribbelig. Mein Körper fühlt sich gut an und entspannt.“

 

 

  1. Klänge wirken beruhigend und schaffen eine angenehme Atmosphäre

Die gleichmäßig und fein schwingenden Klänge haben eine beruhigende Wirkung. Im Gegensatz zu Musik transportieren die Klänge keine Emotionen, sondern schaffen eine neutrale Atmosphäre. Dadurch wird ein Raum des Vertrauens und Loslassens geschaffen, gute Voraussetzungen um zu Entspannen. Die Neugierde der Kinder wird geweckt, sodass es vorkommen kann, das ein schüchternes Kind seine Schüchternheit vergisst, ein lebendiges Kind ruhiger wird und das sture Kind sich öffnet.

Die Erfahrung von Einklang wird möglich.

 

  1. Klangübungen stärken Aufmerksamkeit und Konzentration auf spielerische Weise

Verschiedene Atemübungen oder Bewegungsflows können mit Klang begleitet werden. Die Kinder lauschen den Klängen, folgen mit einer entsprechenden Bewegung. Klangintensität und Klangtempo kann variiert werden, um auch den Bewegungsablauf zu verändern. Diese Übungen steigern die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit der Kinder auf spielerische Weise. Der Yogalehrer, die Yogalehrerin kann sich mit den Ansagen zurücknehmen, die Klänge führen durch die Übung. Die Kinder setzten das sehr schnell, mit viel Freude, um. Es gibt auch zahlreiche Klangspiele, bei denen die Konzentration der Kinder gefordert und dadurch gefördert wird.

 

 

  1. Die Schwingungen der Klangschalen stärken die Gesundheit

Egal, ob die Schalen auf oder am Körper angeklungen werden, die Schwingungen breiten sich aus, verteilen sich, wie konzentrische Wellen im Körper und fördern dadurch viele entspannende und gesundheitsfördernde Wirkungen. Die Muskeln entspannen, die Organtätigkeit wird gefördert, Zellstoffwechsel und Lymphfluss werden angeregt, etc. Hierfür bieten sich besonders die Klangschalen von Peter Hess an, die extra für die Arbeit auf und am Körper entwickelt worden sind und sich strengen Qualitätsprüfungen unterziehen müssen. Zusätzlich ist es wichtig, sich durch ein themenbezogenes Seminar oder durch bestimmte Literatur über die Anwendung von Klangschalen zu Informieren um die größtmöglichen positiven Wirkungen zu erzielen. Wie auch im Yoga gibt es bestimmte Kontraindikationen die beachtet werden müssen !

Klänge können heilsam sein, beruhigen und in die Stille führen, aber sie können auch anregend sein und Energie in Bewegung bringen.

Somit können die polaritären Aspekte des Hatha Yoga, wie  Lebendigkeit und Stille, Anspannen und Entspannen, das männliche und das weibliche Prinzip, Intuition und Rationalität, etc., vielfältig durch den unterschiedlichen und gezielten Einsatz von Klängen unterstützt werden.

 

  1. Nada Brahma, die Welt ist Klang

Die Welt besteht aus Schwingung ! Es fällt nicht leicht, diese Schwingung in grobstofflichen Materialien wahrzunehmen, obwohl sie auch da sind. Leichter fällt es uns, Schwingungen wahrzunehmen in Form von Gefühlen oder Stimmungen. Gemeinsames Praktizieren von Yoga, oder auch gemeinsames Chanten von Mantren verbindet uns miteinander und wir erfahren das Gefühl von Einheit und Einklang

 

Kinderyoga im Netz

OM und @: Kinderyoga im Netz – Auf der Suche nach Inspirationen für erfüllende Yoga-Stunden

Spätestens, wenn deine Ausbildung zum Kinderyoga-Lehrer erfolgreich hinter dir liegt, ist es für dich soweit: Du hast dein Rüstzeug erhalten und freust dich, nun regelmäßig zu unterrichten! Vielleicht hast du bereits die ersten Kinder um dich herum versammelt und eine kleine Gruppe zusammengestellt, startest nun frisch mit regelmäßigem Unterricht. Und spätestens jetzt stellt sich dir eine brennende Frage: „Woher nehme ich denn nun jede Woche meine Inspirationen?“ 

Mit dieser Frage sind die Anfänger unter den Kinderyoga-Lehrern nun wirklich nicht allein, denn auch alten Hasen, die schon länger Kinderyoga-Klassen unterrichten, geht so manches Mal die kreative Puste aus. Dann sind alle Dschungel besucht, alle Frösche auf der Wiese in Sicherheit gebracht. Dann lassen sich die yogaliebenden Kinder selbst mit einer wilden Indianer-Stunde oder dem noch so fein ausgearbeiteten, ruhigen Flow nicht mehr locken.

Eins ist sicher: Kinder sind anspruchsvoll! Ich habe bereits öfter erlebt, dass ich in eine Kita komme –  im Gepäck ein ähnliches Stundenbild, wie wir es vor einem (!) Jahr schon ein einziges Mal (!) praktiziert haben. Die Reaktion der Fünfjährigen: „Och ne, das haben wir ja schon einmal gemacht!“ Was beweist, dass Kinder ein ziemlich gutes Gedächtnis haben – (und das ein oder andere Stundenbild sie scheinbar gefesselt hat).

Sicherlich ist das Internet eine gute Quelle, um neue Inspirationen für die eigene Kinderyoga-Lehrpraxis zu erhalten. Die Frage ist eine wesentliche: Was brauche ich, um selbst eine Kinderyoga-Stunde auszuarbeiten? Für den einen mag das ein komplett ausformuliertes Stundenbild sein, welches ohne Probleme in die eigene Praxis passt und quasi 1:1 übernommen werden kann. Hier hält das Netz einige Seiten bereit, deren Stundenabläufe manchmal im (kostenpflichtigen) Mitgliederbereich abrufbar sind. Zu nennen wären hier als erstes die vielfältigen Stundenbilder auf Karma Kids. Natürlich hast du dich auch schon im Kinderyoga-Onlinebuch.de umgeschaut – und die vielen Stundenbilder entdeckt.

Wer dagegen weniger feste Stundenbilder sucht und mehr auf der Suche nach kreativen Inspirationen ist, der kann im Netz quasi aus dem Vollen schöpfen.

Denn: Kommt man lediglich mit einer Idee und einer Handvoll von – zu der Idee passenden – Yoga-Haltungen in die Stunde, ist das Mitwirken der Kinder oftmals viel aktiver möglich. Die Kids können so ihre eigenen Ideen bei der Gestaltung der Stunde mit einfließen lassen. Als Lehrer bist du viel offener für die momentane Stimmung und kannst dementsprechend flexibler reagieren, als mit einem festen Stundebild-Konzept.

Neben der bereits erwähnten Seite von Karma Kids finde ich die liebevolle Welt von Utes Pünktchen-Blog zauberhaft, denn hier sind viele Spiele versammelt.  Auf der Yogagogik-Seite kann man feine Vorlagen kostenlos herunterladen. Und auch auf Stefanies Seite Yogastern gibt es Stundenbilder, die zum Nachahmen animieren.

 

Image courtesy of sattva at FreeDigitalPhotos.net
Image courtesy of sattva at FreeDigitalPhotos.net

Zauberhaft für kreative Hände sind Seiten wie die von Sabine Seyffert oder der Kult-Seite Red Ted Art. Denn oftmals lässt sich aus einem lustigen, selbstgebastelten Meeres-Monster eine phantasievolle Stunde erschaffen. Und die passende Deko für die Mitte hat man dann ja sowieso schon …

Für alle, die sich vom Englischen nicht abschrecken lassen: Oft lohnt es sich, auf englischsprachigen Kinderyogaseiten vorbeizusurfen oder englische Begriffe wie „Kids Yoga“, „Teen Yoga“ und „Stories“ in die Suchmaschine einzugeben. So kann man zum Beispiel auch auf Kiddingaroundyoga.com neben Ausbildungen und Webinaren allerhand Inspirationen für kreative Yoga-Spiele erhalten. Auch auf Kidsyogastories.com gibt es einen kostenlosen Bereich, in dem sich wunderbar nach phantasievollem Input stöbern lässt. Die Seite Doyouyoga hat einen sehr praxisbezogenen, ausführlichen Ratgeber für den Yoga-Unterricht jeglicher Altersklassen online gestellt. Auch hier lohnt sich ein Klick. Und selbst das ferne Australien kann mit inspirierenden Kinderyoga-Websiten aufwarten: Rainbow Pammy Yoga beschreibt ausführlich, worauf es beim Kids Yoga ankommt und wie man z.B. eine Metta Meditation mit Kindern durchführt.

Zuguterletzt gehen auch die Freunde von Web-Videos beim Kinderyoga nicht leer aus. Auch wenn die bunte, Studio-TV-Welt von Cosmic Kids Yoga nicht jedermanns Sache ist: Auf Youtube ist Cosmic Kids Yoga mit fast 133.000 Abonnenten sicher der meistgeklickte Kinderyoga-Channel weltweit. Und die britische Moderatorin Jaime Amor liefert jeden Monat eine neue Episode: quietschbunt und zuckersüß, dafür aber auch gratis, ziemlich kreativ und direkt ins heimische Wohnzimmer.

Weitaus weniger Abonnenten, aber nicht weniger liebevoll gestaltet ist der Youtube-Channel der österreichischen Liedermacherin Mai Cocopelli. Hier findet sich auch der schöne Sonnengruß. Fans von „Der kleine Yogi“ dagegen werden auf der Website Yogazeit.at und Derkleineyogi.at fündig. Und die Berlinerin Claudia Rühle von Sunlight Kids Yoga hat auf Youtube gleich eine längere Video-Dokumentation gestellt und macht so Kinderyoga anschaulich.

Die folgende Liste von Seiten für Kinderyoga im Netz ist natürlich nicht vollständig. Im Gegenteil: Habt ihr tolle Seiten im Netz gefunden? Schreibt gern eure Lieblings-Seiten hier als Kommentar!

 

Deutschsprachige Seiten

Blogs mit Stundenbildern:

http://www.karmakids.de

https://puenktchenyoga.com

http://www.kinderyoga-onlinebuch.de

https://yogastern.com

http://www.littleyogaworld.de

 

Websiten zum Schmökern:

http://www.yogagogik.de

Petra Proßowsky ProYoBi

 

Kreative Seiten:

Sabine Seyffert

http://www.redtedart.com

 

Englischsprachige Websiten

Blogs mit Stundenbildern:

Teachers pay Teachers

 

Websiten zum Schmökern:

Doyouyoga-Artikel zum Thema Kinderyoga

http://kiddingaroundyoga.com/blog/ 

https://kidsyogaacademy.net

 

Deutsch- und englischsprachige Web-Videos:

Cosmic Kids auf Youtube

Mai Cocopelli auf Youtube

Sunlight Kids Yoga

Kinderyoga-Inhalte auf Youtube

 

Niederlande:

http://www.kinderyoga.nl/informatie/blogs

 

Österreich:

http://www.yogazeit.at/kinder.html

Littleyogi.at

 

Andrea unterrichtet Kinderyoga und Eltern-Kind-Yoga in Berlin und schreibt auf ihrer Seite Kinderyogaberlin.com über alles rund ums Kinderyoga. Auch hier lassen sich einige exemplarische Stundenbilder finden. Darüber hinaus hat sie bis vor kurzem beim mittlerweile eingestellten deutschen Dienst von Yogaia.com online und mit Webcam Yogageschichten unterrichtet. 

So war die Kinderyoga-Konferenz 2017, Teil 1 (Freitag)

Für die vierte Kinderyoga-Konferenz stand drei Tage die Heidelberger Stadthalle ganz im Zeichen von Kinderyoga. Ok, am ersten Abend, der mit einem Vortrag zum Thema „Kreativität zwischen Schöpfung und Zerstörung“ begann, hätte sich der ein oder andere fast auf den Abschlussball einer Heidelberger Tanzschule, der hörbar nebenan im Saal stattfand, verirrt. Doch am Ende fanden alle Teilnehmer den Weg zum Vortrag von Prof. Dr. Holm-Hadulla.

Hier kannst du eine kleine Zusammenfassung seines Vortrages nachlesen:

 

So war die Kinderyoga-Konferenz 2017, Teil 2 (Samstag)

Nach dem theoretischen Grundgerüst, dass uns Prof. Dr. Holm-Hadulla am Freitag Abend zum Thema „Kreativität“ mitgegeben hatte, stand der zweite Tag der Kinderyoga-Konferenz ganz im Zeichen von erlebbarer Praxis.

Hier kannst du eine kleine Zusammenfassung der Workshops vom Samstag noch einmal nachlesen:

 

Vorgestellt: Ruben fun Hunter

Reinhard Magg alias Ruben fun Hunter ist Künstler und widmet sich verstärkt dem Thema „Schreibmalen“. Dass dies auch mit Kindern kreativ und fruchtbar ist, zeigt er auf der diesjähren Kinderyoga-Konferenz. Sein Workshop heißt: „Schreibmalen, das bildnerische Schreiben“. Seine Website findet ihr hier.

Vorgestellt: Inga Bohnekamp

Sie lebt derzeit in Kanada und wird uns am Sonntag, 12.2.2017, mit einem Workshop zum Thema „Yoga, Flow und Intuition“ bereichern: Inga Bohnekamp. Mehr zu ihren Arbeiten findest du auf ihrer Website.

Hier kommen ihre Antworten auf unseren Fragebogen zur Kinderyoga-Konferenz 2017